Zeitreise in die Geschichte von Weihnachten - Adventskalender des Richard Sellmer Verlages

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Es gab eine Zeit, in der Eltern Ihren Kindern ganz ohne teures Spielzeug oder Smartphone ein Glitzern in die Augen zaubern konnten. Eine Zeit, in der Kinder bei dem Gedanken an einen Schokoweihnachtsmann ganz hibbelig wurden und sie die zart schmelzende Schokolade schon auf der Zunge zergehend fühlen konnten, wenn sie an den Mann im roten Gewand dachten. Eine Zeit, in der Kinder die bunt glänzende Folie des heiß ersehnten Weihnachtsmannes aus Schokolade fein säuberlich entfernten und in ein Buch legten, weil sie mitsamt dem wertvollen aber leider schon gegessenen Inhalt etwas ganz Besonderes war. 

 

Für viele ist dieser Wert eines Weihnachtsmannes aus Schokolade heute nicht nachvollziehbar. Es gibt Schokolade in Hülle und Fülle. Der Gang in den nächsten Supermarkt ist mit wenig Aufwand verbunden und eine Tafel Schokolade ist für nahezu jeden erschwinglich. Aber es war einmal anders. Der Zauber von Weihnachten war einmal ein anderer. 

 

Meine Mama erzählt immer gerne von Weihnachten, als sie noch ein Kind war. Wie sehr sie und ihre Geschwister sich auf den eigenen Weihnachtsmann aus Schokolade gefreut hatten. Da gab es kein Verlangen nach einem Glöckchen oder, dass es Bio-Schokolade sein musste. Ein ganz eigener Weihnachtsmann, nur für sie alleine ließ damals ihr Herz höher schlagen. Sie und die Kinder in ihrer Umgebung rissen das gute Stück nicht einfach auf und warfen das Verpackung weg. Nein, sie nahmen Zeit und Mühe in Kauf und entfernten mit viel Fingerspitzengefühl die glänzende Folie und legten sie, um sie glatt zu bekommen in ein Buch. Damals wurde der Mann mit Bart aus Schokolade nicht zwischen Tür und Angel in den Mund gestopft, sondern es wurde zelebriert ihn zu essen. Oft nicht einmal in einem Zug, sondern man teilte ihn sich ein, schließlich wusste man in den harten Zeiten auch nicht, wann es wieder Schokolade ganz für einen alleine gab. 

Weihnachten war etwas Besonderes. Anders, als es heute oft der Fall ist. Die Geschenke werden immer größer und teurer und viele haben es sich zur Aufgabe gemacht sich gegenseitig zu übertreffen. Sei es mit der Dekoration des Hauses, den Geschenken für die lieben Kleinen oder dem Weihnachtsessen, wovon die Hälfte im original Thermomix gemacht sein muss. Man muss ja schließlich mithalten.

 

In den letzten Jahren ist aber ein neuer Hype entstanden. Der Hype um den Adventskalender. Habe ich mich damals noch wie verrückt über einen Adventskalender mit Schokofiguren gefreut, darf es heute gerne ein bisschen mehr sein. Von Kosmetik über Gewürze bis hin zu "Spielzeug für Erwachsene" ist alles dabei. Und, dass der Adventskalender eben nicht mehr nur etwas für Kinder ist, erklärt sich bei meiner Aufzählung von selbst. Ich mag tolle neue Sachen und Überraschungen. Aber mich macht auch etwas traurig, dass mit diesem Konsumwahnsinn wieder ein Stück des Zaubers von Weihnachten verloren gehen kann. 

Umso glücklicher und dankbarer bin ich, diese eine Anfrage getätigt zu haben. Meine Anfrage an den Richard Sellmer Verlag. 

Die Geschichte des Adventskalenders

Die Ursprünge des Adventskalenders reichen sehr weit in unsere Geschichte zurück. Im 19. Jahrhundert gab es erste Vorläufer, bei denen 24 Bilder oder Kreidestriche an Wand oder Tür eine Rolle spielten. Der wohl erste gedruckte Adventskalender wurde 1904 von der evangelischen Buchhandlung in Hamburg veröffentlicht. Seit 1920 etwa gibt es den Adventskalender mit Türchen so wie wir ihn heute kennen und lieben. Der Beliebtheit dieses Werkes tat der Zweite Weltkrieg einen Abriss. Papier war knapp und Bildkalender durften schlicht und einfach nicht hergestellt werden. Aber über die Kriegsjahre geriet der Adventskalender keinesfalls in Vergessenheit, sodass er nach Ende des Krieges wieder auflebte. 

Richard Sellmer und der Adventskalender

Im Jahre 1945 gründete Richard Sellmer einen Verlag und war der Erste nach dem Krieg, der einen Adventskalender herausbrachte. Inzwischen ist die Vielfalt auf über 140 Motive gestiegen und das Sortiment findet nicht nur in Deutschland viele Freunde und Fans. Ein Verkaufsbüro in England und Fotos von den  amerikanischen Präsidenten Nixon und Eisenhower mit Sellmer-Adventskalendern untermauern diese Tatsache. So war es wohl Richard Sellmer zu verdanken, dass die Amerikaner den Adventskalender kennen und lieben lernten, denn er besuchte viele internationale Fachmessen und brachte seine Kunstwerke über den großen Teich. Den Titel "The Home of Advent Calendar“ hatte sich sein Verlag redlich verdient, denn der Adventskalender war in den USA vorher nahezu unbekannt. 

 

Nostalgische Adventskalender

Nun darf ich euch mit Freude die mir kostenlos zur Verfügung gestellten Adventskalender vorstellen:

 

 

Dieser Reprint aus dem Jahr 1946 war zu groß für ein Foto ;) Die beiden Seiten lassen sich ein- und aufklappen. Dieser Kalender war der erste aus dem Sellmer Verlag und der erste nach dem 2. Weltkrieg. 

Mir gefällt sehr, dass jedes Türchen im Motiv in einer Tür, einem Tor oder einem Fenster zu finden ist. Außerdem gefällt mir das Motiv sehr gut. Es strahlt für mich Ruhe und eine besinnliche Weihnacht aus. 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Die kleine Stadt"

Dieser Reprint ist aus dem Jahr 1952 und ist ebenfalls faltbar. Genau wie "Die kleine Stadt" ist auch dieser entworfen worden von Elisabeth Lörcher, die bis 1961 lebte. Die Kalendertürchen sind wieder im Motiv als Tore, Türen und Fenster "versteckt" :) 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Kleine Bergkapelle"

Dieser Adventskalender ist von den mir zugeschickten mein absoluter Favorit. Er ist ein Reprint aus dem Jahr 1955. Ich liebe dieses Motiv! Mir gefällt, dass die beiden Kinder und die Tiere zusammen um einen Weihnachtsbaum stehen. Ein wunderschönes Bild. 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Winter mit den Tieren"

Dieser Adventskalender ist aus dem Jahr 2016.

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Beim Stall von Bethlehem"

Dieser Adventskalender ist aus dem Jahr 2014. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die Figuren aus unterschiedlichen Jahren zu sein scheinen. Manche sehen aus, als wenn sie vor einigen Jahren gezeichnet wurden und andere sehen "jünger" aus. Die Mischung ist interessant und besonders. 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Bergdorf im Winter"

Dieser hübsche Adventskalender ist aus dem Jahr 2009. 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Schlittenfahrt mit dem Weihnachtsmann"

Dieser Adventskalender ist aus dem Jahr 2017 und erfreut sich sicher großer Beliebtheit. 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Weihnachten auf dem Ponyhof"

Aus dem letzten Jahr 2016 ist dieses tolle Exemplar. Ich mag sehr gerne, dass wieder viele Tiere auf dem Motiv sind. Das Schwein sieht aus, als hätte es seine eigene Hundehütte ;) Es ist schön wie die Kinder mit den Tieren um den Weihnachtsbaum stehen und mit ihnen zusammen Weihnachten feiern. 

Zu finden ist er hier > Adventskalender "Weihnachten auf dem Bauernhof"

Dieses tolle Motiv ist aus dem Jahr 2009 und erschien 2017 als Neuauflage. 

Zu finden hier > Adventskalender "Weihnachtskarussell"

Diesen Adventskalender kann man aufstellen und die Türchen sind sowohl im vorderen als auch im hinteren Teil zu finden. Er ist ein Reprint aus dem Jahr 1947.

Zu finden hier > Adventskalender "Domplatz von 1947"

Die "Kleine Stadt im Mondschein" ist ein Reprint aus dem Jahr 1955. Es handelt sich bei diesem wunderschönen Adventskalender wieder um einen Kalender zum Aufstellen. 

Der Adventskalender ist hier zu finden > "Kleine Stadt im Mondschein"

Auf der Internetseite des Sellmer Verlages sind noch mehr tolle Adventskalender zu finden!

 

Ich muss sagen, dass mich das Schreiben dieses Berichtes nachdenklich gemacht hat. Wir leben in einer Zeit, in der alles schneller, höher und weiter sein muss. Der Adventskalender ist beliebt und immer neue Ideen überschwemmen den Markt. Jeder will das absolut Besondere und aus der Masse heraus stechen. Doch was genau ist "das Besondere"? Ist es nicht auch besonders, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt und sich dem Konsumrausch hingibt? Wäre es nicht auch besonders, wenn man sich an so einem recht "einfachen" Kalender erfreuen kann? Ist nicht auch "wenig" heutzutage besonders? 

 

Ich bin nicht nur dankbar für die kostenlosen Kalender des Sellmer Verlages, sondern auch für den damit verbundenen Denkanstoß. Haben sich unsere Eltern und Großeltern damals noch über das Einfache gefreut streben wir heute meistens nach mehr und sind selten zufrieden. Muss das so sein? Wie viele von euch ja wissen, habe ich keine Kinder. Sollte sich das aber irgendwann ändern, werde ich Ihnen auf jeden Fall einen dieser Kalender geben und sie lehren, dass das Leben nicht immer aus materiellen Dingen besteht und dass die wichtigen Dinge im Leben eben keinen Preis haben. 

 

Mit Freude sehe ich dem 01. Dezember entgegen. Ich habe mir nämlich einen der Adventskalender ausgesucht und werde jeden Tag ein Türchen öffnen. Und ich werde nicht enttäuscht sein, dass keine Schokolade, kein Parfüm, kein Whisky, kein Duschgel, keine Hautcreme, kein Rubbellos usw. darin sein werden. Ich werde mich einfach an dem Bild hinter dem Türchen erfreuen und daran, dass ich meine Familie habe und es allen gut geht. Denn nur auf die Dinge, die man nicht mit Geld bezahlen kann kommt es im Leben doch darauf an. 

 

Ich habe wie bereits erwähnt diese tollen Adventskalender von der Firma Sellmer kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen! Es waren keinerlei Bedingungen daran geknüpft und ich musste keine Vorgaben einhalten! 

 

Dani

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Kommentare: 1
  • #1

    Simone Wiegand (Freitag, 17 November 2017 16:53)

    "Weihnachten auf dem Bauernhof" ist für mich eines der tollsten Motive. Sogar ein Meerschweinchen ist dort im Eimer versteckt! Ob das Motiv glitzert, kann ich nicht erkennen... aber diese Art Klaender hatten wir in unserer Kindheit... und sie haben uns unsagbar glücklich gemacht. Man hat auch die Türchen, wenn sie im nächsten Jahr wirklich nicht mehr zughalten wollten, immer wieder vorsichtig befestigt... Leider sind diese schönen Exemplare mit dem Verlust des Hauses meiner Oma "untergegangen".... Vielen Dank für so viel wunderbare Nostalgie!